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Landwirtschaft

Die Land- und Forstwirtschaft sowie die Fischerei spielen eine tragende Rolle für die philippinische Volkswirtschaft. Sie tragen unmittelbar mit über 30% zum Bruttosozialprodukt bei und beschäftigen über 50% der Arbeitskräfte. Zwei Drittel der Bevölkerung leben in ländlichen Gebieten und bestreiten ihren Lebensunterhalt weitgehend mit der Erzeugung und dem Verkauf landwirtschaftlicher Produkte. Die Landwirtschaft schuf fast die Hälfte aller neuen Arbeitsplätze in der Zeit von 1970 bis 1986.

Reis, Mais, Kokosnüsse und Zuckerrohr sind die wichtigsten Anbauprodukte Sie werden in der Regel von Kleinbauern erzeugt. Wenige Großplantagen beschäftigen sich mit der Produktion von Ananas, Bananen, anderen tropischen Früchten und Zuckerrohr. In den Jahren 1980 bis 1986 hat die Landwirtschaft eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 19% und 1987 eine Bruttowertschöpfung von 177 Mio. Pesos erreicht. Betrachtet man die Produkte im einzelnen, so stellt die Reisproduktion den größten Anteil dar. 1986 wurden beispielsweise 9,1 Mio. Tonnen Rohreis geerntet. Seit dem Regierungspr6gramm , das Mitte der 70er Jahre die Verbreitung von ertragsstärkeren Pflanzen förderte und die Düngemittelbeschaffung erleichterte, konnte der Durchschnittsertrag erheblich gesteigert werden. Während vor einigen Jahren Reis noch in größerem Umfang eingeführt werden musste, stehen in guten Erntejahren größere Mengen für den Export zur Verfügung. Der Anbau von Mais steht mengen- und wertmäßig an zweiter Stelle bei der Nahrungsmittelproduktion. Reis und Mais sind die beiden wichtigsten Grundnahrungsmittel in den Philippinen und unterliegen Preiskontrollen. An dritter Stelle steht wertmäßig die Herstellung von Bananen, gefolgt von der Produktion von Kokosnüssen. Gerade die Produktion von Kokosnüssen und Kokosnussprodukten hat den Zucker in den letzten Jahren als Devisenbringer überholt.

Aufgrund hoher Preiseinbrüche in der zweiten Hälfte der 70er Jahre wurde neben der Produktion von Zuckerrohr vor allen Dingen die Herstellung anderer landwirtschaftlicher Produkte, wie beispielsweise Ananas, Gemüse und sonstige Früchte und Nüsse forciert. Neuerdings werden auch Anstrengungen unternommen, verstärkt Kaffee, Tabak, Baumwolle und wieder Abaka (Manilahanf) anzupflanzen. Hier wurden in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt. Auch bei der Mangoherstellung und deren Weiterverarbeitung wurden die Exporterlöse deutlich verbessert. Ebenfalls groáe Fortschritte hat in den letzten Jahren die Produktion von Kautschuk gemacht.

Im Vergleich zur pflanzlichen Produktion ist die Viehzucht und die Geflgelhaltung in den Philippinen nicht besonders gut entwickelt. Zwar hat sich die Wertsch"pfung von 1987 im Vergleich zu 1986 nominal bei der Viehzucht verdreifacht und bei der Geflgelhaltung vervierfacht, jedoch müssen immerhin noch rund 30% des Rindfeisches importiert werden. Aufgrund der besseren Versorgung mit Viehfutter können seit einigen Jahren ausreichende Mengen an Schweinefleisch, die zur Grundversorgung der Bevölkerung dienen, produziert werden. Der größte Teil des Milchbedarfs wird durch Einfuhren gedeckt, da sich die Haltung von Milchkühen bislang aufgrund der gegebenen klimatischen Verhältnisse nur als begrenzt erfolgreich erwiesen hat.

Das Anwachsen der landwirtschaftlichen Produktionsfläche brachte auch eine Intensivierung der Bodennutzung mit sich. Diese intensivere Nutzung war nur möglich aufgrund einer verbesserten Bewässerung. Von Anfang der 70er Jahre bis zum Jahre 1984 ist die kultivierte Landfläche um 15% auf knapp 15 Mio. Hektar angewachsen. Gleichzeitig verdoppelte sich die zu bewässernde Fläche von 740.000 Hektar auf 1,5 Mio. Hektar. Dies hatte zur Folge, dass die Ausgaben der Regierung für Bewässerung und weitere infrastrukturelle Maßnahmen drastisch gestiegen sind. Die zunehmende Landknappheit bei steigender Bevölkerung bringt ernstzunehmende Probleme für die Umwelt mit sich.

Von der Durchführung des im Juni 1988 verabschiedeten Landreformgesetzes (comprehensive Agrarian Reform Program - CARP) verspricht man sich eine erhebliche soziale Verbesserung der Landbevölkerung. Dieses Gesetz setzt für den Besitz von landwirtschaftlich nutzbaren Grundstücken eine Obergrenze von fünf Hektar pro Landbesitzer fest. Für die Umverteilung des Grundbesitzes sind zehn Jahre vorgesehen. Den Besitzern von Grundstücken unter 24 Hektar soll eine Entschädigung in Höhe von 35% des Wertes in bar, die restliche Bezahlung durch Wertpapiere erfolgen. Allerdings bleibt die große Frage unbeantwortet, ob die Philippinen die notwendigen Finanzmittel auf bringen können, im vorgesehenen Zeitraum die entsprechenden Entschädigungen zu bezahlen und darüber hinaus die Finanzierung der Bewirtschaftung für die Kleinbauern sicherzustellen.


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